Was steckt hinter dem Konzept?

Müllreduzierung ist wichtig!

Man könnte meinen, dass vor allem große Firmen für die Umwelt- und Meeresverschmutzung verantwortlich sind. Sicherlich haben diese einen enormen Einfluss darauf, doch auch wir Einzelverbraucher tragen einen beträchtlichen Teil dazu bei. Jeder Deutsche produziert ca. 611kg Müll pro Jahr, davon sind ca. 25% Plastikmüll. Bei jedem Einkauf kauft man Folien, Plastikschalen, Netze und Plastiktüten mit, die zu Hause direkt im Mülleimer landen.

 

Doch wo bleibt dieser Müll?

Wird er komplett wieder recycelt, wenn man ihn ordnungsgemäß entsorgt (was leider auch die Seltenheit ist)? Nein, leider nicht. Bloß 40% des Plastikmülls kann überhaupt recycelt werden, der Rest muss verbrannt werden oder verweilt verbuddelt über hunderte Jahre auf unserer Erde. Durch Wind, Wetter und Wasser werden Kleinstteile zermalen, werden von Tieren gefressen, landen im Grundwasser und schließlich auch in unserem Organismus. Wir vergiften unsere Erde und uns selbst. Ein weiterer Aspekt ist, dass Plastikverpackungen sogenannte Weichmacher enthalten. Diese giftigen Stoffe geben nach und nach etwas von sich an den Inhalt ab und wir konsumieren es dann durch unsere Nahrung. Am besten wäre es ganz auf Plastik zu verzichten.

Wie kann ich Müll im Alltag vermeiden?

Unser Tipp

Einweckgläser oder andere Gläser mit Schraubverschluss sind super geeignet als Aufbewarung. Aber auch Tupperdosen oder alte Gurkengläser eigenen sich zum Befüllen und sind immer wieder verwendbar! Wenns im Rucksack nicht klappern soll, nutze Beutel um deine Trockenwaren mitzunehmen...

Vielleicht klingt es am Anfang kompliziert oder seltsam, aber wir zeigen dir, dass es das gar nicht ist! Es fängt damit an, dass man einfach immer einen Extrabeutel oder eine kleine Tasche mit zum Einkaufen nimmt. So kommt man nicht in die Verlegenheit sich eine Plastiktüte kaufen zu müssen. Dann schau dich um... man kann viele Dinge mehrmals verwenden, z.B. Eierpappen, Brötchentüten usw. Im normalen Supermarkt ist fast alles verpackt, aber schon hier kann man versuchen auf unverpackte Waren umzusteigen (z.B. bei Gemüse). Nutze Lunchboxen statt Brötchentüten, kauf dir Mehrwegflaschen, statt PET und geh doch einfach das Gemüse mit deinen eigenen Beuteln auf dem Markt kaufen. Im Prinzip sollte man Dinge meiden, die nur einmal oder nur für den Transport gedacht sind. "Einweg"...das heißt "nur-ein-Weg" und dann weg!  Da im Supermarkt kaum lose Waren angeboten werden, wollen wir diese Lücke schließen. So kannst du also selber entscheiden, wie du deine Produkte einkaufen möchtest.

Unverpackt-Läden in Deutschland

Seit mehreren Jahren entwickelt sich eine wahre unverpackt-Welle in Deutschland. Was im Ausland schon länger bekannt ist, scheint hier ein neuer Trend zu sein, der wirklich was bewegt. Shia hat auf ihrem Blog "Wastelandrebel" eine gute Übersichtskarte erstellt. Außerdem gibt es noch hier eine Auflistung mit Erläuterung: https://plastikfreiheit.de/unverpackt-geschaefte/

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